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Impfung

Shownotes

Schutz vor übertragbaren Krankheiten...
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Die Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Impfung
Inhalte wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)

Transkript anzeigen

00:00:00: Impfung.

00:00:02: Eine Impfung ist eine gezielte medizinische Maßnahme, die auch unter den Fachbegriffen Schutzimpfung oder Vaccination bekannt ist und das primäre Ziel verfolgt, den menschlichen oder tierischen Organismus vor übertragbaren Krankheiten zu schützen.

00:00:19: Durch die Gabe eines speziellen Impfstoffes wird das Immunsystem dazu angeregt, eine Abwehr gegen spezifische Stoffe-.

00:00:28: Ursprünglich wurde diese Methode zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten entwickelt.

00:00:34: Doch im Laufe der Zeit erweiterte sich das Feld der Anwendungen, sodass heute auch Krebsimpfstoffe für die Immuntherapie eingesetzt werden.

00:00:43: Das Infektionsschutzgesetz definiert diese Maßnahme als ein wesentlichen Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.

00:00:50: Eine vorbeugende Maßnahme gegen eine Infektionen beruht meist auf einer aktiven Immunisierung bei der das körpereigene Abwehrsystem befähigt wird, so rasch auf einen Erreger zu reagieren dass eine Erkrankung gar nicht erst ausbricht oder zumindest deutlich abgeschwächt verläuft.

00:01:07: Man unterscheidet dabei grundsätzlich zwischen Lebendimpfstoffen und Todimpfstoffen während die passive Impfung eher als Heilimpfung dient bei der bereits fertige Antikörper verabreicht werden.

00:01:20: Heutzutage stehen bereits Mittel gegen eine Vielzahl von viralen und bakteriellen Infektionen zur Verfügung, und die Forschung arbeitet kontinuierlich an weiteren Lösungen gegen chronische Infektion.

00:01:34: Aktive Impfung Bei einer aktiven Schutzimpfung wird der Körper dazu angeregt eigene Schutzstoffe gegen eine bestimmte Krankheit zu bilden.

00:01:43: Das Immunsystem entwickelt dadurch eine spezifische Immunkompetenz, ohne dass die betroffene Person die eigentliche Infektionskrankheit durchmachen muss.

00:01:53: Erreicht wird dies durch den Einsatz von Lebend- oder Todimpfstoffen.

00:01:58: Ein Lebendimpfstoff enthält Erreger, die zwar noch vermehrungsfähig aber so stark abgeschwächt sind das sie bei einem gesunden Menschen keine Krankheit auslösen können.

00:02:08: Im Gegensatz dazu bestehen Todimpfstoffe aus abgetöteten Erregern und lediglich aus deren Bruchstücken.

00:02:15: Im Jahr im Rahmen der Bekämpfung des Coronavirus saß Covid-II erstmals auch RNA-Impfstoff für den Einsatz zugelassen.

00:02:26: Sobald der Impfstoff in den Körper gelangt, erkennen spezielle weiße Blutzellen die enthaltenen Proteine oder Zuckermoleküle als fremde Antigener.

00:02:36: Dies löst eine primäre Immunantwort aus, bei der langlebige Gedächtniszellen entstehen.

00:02:42: Wenn es später zu einer echten Infektion kommt, erkennen diese Gedächniszellen den Erreger sofort wieder.

00:02:49: Sie veranlassen daraufhin die Produktion von Antikörpern durch Plasmazellen sowie die Aktivierung von Teelymphozyten für die zelluläre Abwehr.

00:02:59: Zu den Todimpfstoffen zählen auch sogenannte Toxoid-Impfstoffe, die lediglich inaktive Bestandteile eines Erregertoxins enthalten.

00:03:08: Während lebend Impfstoffe meist in einem Abstand von mindestens vier Wochen gegeben werden sollten können Todimpftoffe oft ohne zeitliche Einschränkungen mit anderen Mitteln kombiniert werden.

00:03:20: Ein Schutz baut sich bei Lebendimpfstoffen oft nach wenigen Tagen auf, während bei Todimpfstoffen meist mehrere Dosen für eine Grundimmunisierung nötig sind.

00:03:31: Passive Impfung Die passive Impfung wird auch als Serumtherapie bezeichnet und stellt eine Form der Immunisierung dar, bei der dem Körper direkt Antikörper gegen einen bestimmten Erreger zugefügt werden.

00:03:46: Im Gegensatz zur aktiven Variante bleibt das eigene Immunsystem hierbei passiv und bildet keine eigenen Abwehrstoffe oder Gedächtniszellen.

00:03:55: Man nutzt dafür heute vorwiegend monoklonale menschliche Antikörper, die gentechnologisch in Zellkulturen hergestellt werden.

00:04:03: Falls diese nicht verfügbar sind kommen Extrakte aus dem Blut von Menschen zum Einsatz, die die Krankheit bereits überstanden haben.

00:04:15: Diese Form der Immunisierung gilt als wichtige Notfallmaßnahme, die direkt nach einem möglichen Kontakt mit einem Erreger erfolgt.

00:04:23: Ein klassisches Beispiel ist die Behandlung nach einer Verletzung mit Verdacht auf Wundstar-Krampf oder nach einem Biss durch ein tollwutverdächtiges Tier.

00:04:32: Auch medizinisches Personal nutzt dieses Verfahren noch Kontakt mit infiziertem Blut – etwa bei Hepatitis B. Ein entscheidender Vorteil dieser Methode ist der sofortige einsetzende Schutz, da die Antikörper nicht erst über Tage oder Wochen vom eigenen Körper gebildet werden müssen.

00:04:52: Allerdings hält dieser Schutz nur für einen kurzen Zeitraum von einigen Wochen an – da die fremden Antikörper im Organismus abgebaut werden.

00:05:00: Ein weiterer Aspekt ist das Risiko von Reaktionen auf fremdeiweiße besonders wenn das Serum von Tieren stammt.

00:05:08: Dies kann in seltenen Fällen zu allergischen Reaktionen wie der Serumkrankheit führen.

00:05:14: Historisch gesehen wurde dieses Verfahren bereits von Emil von Bering eingeführt, der für seine Arbeit an einem Heilserum gegen Difterie den ersten Nobelpreis für Medizin erhielt.

00:05:27: Neben der Bekämpfung von Infektionen wird die passive Immunisierung auch bei Schlangenbissen in Form von Antiveninen oder in der Schwangerschaft zur Vorbeugung bestimmter Blutgruppen und Verträglichkeiten genutzt.

00:05:41: Simultanimpfung Falls ein dringender Verdacht auf eine Infektion mit einem gefährlichen Erreger besteht, und gleichzeitig einen langfristiger Schutz aufgebaut werden soll wird eine Simultanimpfung durchgeführt.

00:05:54: Dabei erhält der Patient zeitgleich eine aktive und passive Immunisierung.

00:06:00: Um zu verhindern, dass sich die Antikörper des Serums und die Antigene des Impfstoffes gegenseitig neutralisieren, erfolgt die Injektion an möglichst weit voneinander entfernten Körperstellen.

00:06:13: Mutterkindimmunisierung Eine natürliche Form des Schutzes stellt die Mutterkindimmunierung dar, die auch als Nestschutz bekannt ist.

00:06:22: Hierbei werden Antikörper über die Plazenta an das ungeborene Kind weitergegeben, sofern die Mutter durch Impfungen oder überstandene Infektionen immun ist.

00:06:33: Nach der Geburt schützt dieser Leihschutz den Säugling für einige Monate vor bestimmten Krankheiten.

00:06:39: Über die Muttermilch werden zudem weitere Antikörper übertragen, die vor allem das Risiko für Magen-Darmerkrankungen senken.

00:06:48: Wirksamkeit Obwohl keine Impfung einen absoluten Schutz von einhundert Prozent garantieren kann, senken die verfügbaren Mittel die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung ganz erheblich.

00:07:00: Die tatsächliche Schutzwirkung wird in umfangreichen klinischen Studien dokumentiert, bevor Behörden wie die EMA in Europa eine Zulassung auf Basis einer nutzenden Risikoabwägung erteilen.

00:07:12: Um den Erfolg einer Immunisierung zu messen, kann im Labor die Konzentration der abgebildeten Antikörper im Blut bestimmt werden.

00:07:20: In wissenschaftlichen Studien wird oft eine Gruppe, die den Impfstoff erhält mit einer Kontrollgruppe verglichen, die ein Scheinpräparat bekommt.

00:07:29: So lässt sich objektiv feststellen wie wirksam ein Mittel gegen Infektionen oder schwere Krankheitsverläufe schützt.

00:07:36: Bei einigen Krankheiten wie der Influencer müssen Impfstoffe regelmäßig angepasst werden da sich die Erreger ständig verändern.

00:07:44: Um die Wirkung zu verstärken und die Anzahl der nötigen Injektionen zu verringern, enthalten viele moderne Präparate aluminiumhaltige Zusatzstoffe.

00:07:54: Die historischen Erfolge dieser Maßnahmen sind deutlich sichtbar.

00:07:58: In den USA sankt die Zahl der Erkrankungen an Difterie, Mums- und Keuchhusten nach Einführung breiter Programme um über ninety-two Prozent.

00:08:08: Krankheiten wie die Pocken konnten durch weltweite Anstrengungen der WHO sogar vollständig ausgerottet werden.

00:08:15: Dennoch schätzt die Weltgesundheitsorganisation, dass jährlich noch immer etwa zwei Millionen Menschen an Krankheiten sterben, die durch eine rechtseitige Immunisierung hätten verhindert werden können.

00:08:26: Der Ausbau globaler Programme bleibt daher ein zentrales Ziel um diese vermeidbaren Todesfälle weiter zu reduzieren.

00:08:35: Abschwächung der Wirksamkeit durch Wechselwirkung mit Schmerzmitteln.

00:08:39: Wie alle Arzneimittel können auch Impfstoffe Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten eingehen.

00:08:45: Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse deuten daraufhin, dass bestimmte Schmerzmittel und Entzündungshemma die Wirksamkeit einer Immunisierung beeinträchtigen können.

00:08:55: Dazu gehören Substanzen wie Acetylsalicylsäure, die in Asperin enthalten ist aber auch Paracetamol.

00:09:03: Diese Medikamente hemmen bestimmte Enzyme im Körper, die sogenannten Zyklooxygenasen um Fieber und Schmerzen zu lindern.

00:09:11: Da diese Enzymen jedoch auch eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Immunantwort spielen kann ihre Blockierung dazu führen dass weniger schützende Antikörper gebildet werden.

00:09:22: Insbesondere die Reifungen der Zellen die für die Antikörperproduktion zuständig sind scheint dadurch beeinträchtigt zu werden.

00:09:29: Aus diesem Grund wird heute oft empfohlen, in einem gewissen Zeitraum vor und nach einer Impfung auf die Einnahme solcher fiebersenkenden Medikamente zu verzichten, sofern dies medizinisch vertretbar ist.

00:09:45: Die Auffrischungsimpfung dient dazu einen bereits bestehenden Schutz zu erneuern oder zu verstärken wenn die Wirkung der ersten Immunisierung nachlässt.

00:09:54: Im Gegensatz zur oft mehrstufigen Grundimmunisierung reicht hierfür meist eine einzige geringere Dosis aus, um innerhalb von einer Woche wieder eine ausreichende Abwehrbereitschaft herzustellen.

00:10:07: Wie lange ein Schutz anhält variiert stark je nach Erreger und verwendetem Impfstoff.

00:10:12: Während manche Maßnahmen einen lebenslangen Schutz bieten ist bei anderen eine regelmäßige Wiederholung erforderlich.

00:10:19: Bei der Pockenimpfung können eine Immunität in einigen Fällen noch nach über achtzig Jahren nachgewiesen werden, was fast einen lebenslangen Schutz entspricht.

00:10:29: Auch gegen Masern, Mums und Röteln halten die schützenden Antikörper oft über zwanzig Jahre an.

00:10:35: Andere Krankheiten wie Tetanus oder Difterie erfordern nach aktuellen Empfehlungen alle zehn Jahre eine Auffrischung da der Spiegel der Abwehrstoffe im Blut mit der Zeit sinkt.

00:10:46: Gegen die Influencer ist aufgrund der schnellen Veränderung der Viren sogar eine jährliche Wiederholung notwendig.

00:10:53: Es ist wichtig, die Auffrischungen nicht mit den Teilimpfungen der Grundimmunisierung zu verwechseln, die oft nach festem Schematter wie dem II plus I Verfahren erfolgen.

00:11:03: Bei diesem Schema werden zwei Dosen in kurzem Abstand gegeben, gefolgt von einer weiteren Dosis nach etwa sechs Monaten.

00:11:10: Während der Pandemie wurden die Abstände für die Covid-IX Impfungen in Deutschland mehrfach angepasst, wobei die STIKO im Dezember twenty-oneundzwanzig den empfohlenen Zeitraum für die Auffrischung auf mindestens drei Monate verkürzte.

00:11:25: Solche Anpassungen basieren auf kontinuierlichen Beobachtungen der Immunlage in der Bevölkerung.

00:11:33: Nebenwirkungen Die Nebenwirkungen moderner, amtlich empfohlener Schutzimpfungen werden in der Regel als mild eingestuft und oft gar nicht oder nur kaum wahrgenommen.

00:11:44: Grundsätzlich unterscheiden Fachleute zwischen einer normalen Impfreaktion und einer selteneren Impfkomplikation.

00:11:51: Bei der Bewertung solcher Symptome muss berücksichtigt werden dass die Maßnahmen an gesunden Menschen durchgeführt werden weshalb jede körperliche Veränderung stark wahrgenommen wird.

00:12:02: Es kann dabei auch zum Nocebo-Effekt kommen, bei dem die Erwartungen an Beschwerden dazu führt, dass normale Befindlichkeitsstörungen irrtümlich der Behandlung zugeschrieben werden.

00:12:13: Zu den typischen Impfreaktionen zählen kurzzeitige lokale Erscheinungen wie Schmerzen-, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle sowie allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und leichtes Fieber.

00:12:26: Studien mit Kontrollgruppen haben gezeigt, dass solche Symptome auch bei Personen auftreten die lediglich eine Kochsalzlösung erhalten haben.

00:12:35: Im Vergleich zu den Risiken der eigentlichen Erkrankungen sind die Nebenwirkungen gering.

00:12:40: Bei Masern etwa liegt die Rate schwerer Entzündungen des Gehirns nach einer Infektion bei bis zu eins zu ein tausend während dieses Risiko nach einer Impfung praktisch bei null liegt.

00:12:52: Eine Impfkomplikation hingegen geht über das normale Maß hinaus.

00:12:56: Bei lebend Impfstoffen können in sehr seltenen Fällen abgeschwächte Form der Krankheit auftreten wie etwa die sogenannten Impfmasern, die jedoch nicht ansteckend sind und mild verlaufen.

00:13:08: Allergische Schocks treten extrem selten auf mit etwa dreiunddreißig Fällen auf fünfundzwanzig Millionen für abreichte Dosen.

00:13:16: Neben dem eigentlichen Wirkstoff können auch Zusatzstoffe wie Aluminiumverbindungen oder Spuren aus der Herstellung wie Hühnereiweiß Reaktionen auslösen.

00:13:26: Ärzte sind verpflichtet, vorab umfassend über diese Risiken aufzuklären.

00:13:31: Langzeitfolgen, die erst nach vielen Jahren auftreten, sind bei Impfstoffen nicht bekannt, da die Bestandteile innerhalb kurzer Zeit vom Körper abgebaut werden.

00:13:42: In Deutschland gibt es ein strenges Meldesystem beim Paul-Ehrlich-Institut, um Selbstwaageverdachtsmomente auf Gesundheitsschäden zu erfassen und wissenschaftlich zu prüfen.

00:13:52: Nur in einem sehr kleinen Bruchteil der gemeldeten Fälle lässt sich ein gesicherter Kausaler-Zusammenhang feststellen.

00:13:59: Insgesamt verfügen diese präventiven Maßnahmen über ein ausgezeichnetes Sicherheitsprofil.

00:14:07: Ökonomische Ersparnisse Modellrechnungen belegen den erheblichen ökonomischen Nutzen von Immunisierungsprogramm.

00:14:15: In Österreich ergab eine Untersuchung, dass jede verhinderte Masernerkrankung der Volkswirtschaft etwa sechsundert Euro spart.

00:14:23: Auch für die Vorbeugung gegen Pneumokokken wurde nachgewiesen, dass diese Kosten für die Maßnahmen deutlich unter der Grenze von fünfzigtausend Euro pro gewonnenem gesunden Lebensjahr liegen.

00:14:35: Damit gelten diese Programme als äußerst kosteneffizient.

00:14:38: Internationale Studien zu Krankheiten wie Kinderlehmungen oder Hepatitis B bestätigen dieser erheblichen Einsparungen für die Gesundheitssysteme durch vermiedene Behandlungen und Arbeitsausfälle.

00:14:52: Impfung mit fraktionierter Dosis.

00:14:56: Falls Impfstoffe knapp sind, etwa in armen Regionen oder zu Beginn einer Pandemie kann eine Verabreichung mit reduzierter Dosis in der Bewegung gezogen werden.

00:15:06: Dieses Verfahren nutzt den Umstand dass die Wirkung oft nicht linear zur Menge des Stoffes verläuft.

00:15:12: so können mit der gleichen Menge mehr Menschen erreicht und insgesamt mehr Krankheitsfälle in der Bevölkerung verhindert werden.

00:15:19: Die Wirksamkeit dieser Strategie wurde bereits in Studien für Krankheiten wie Gelbfieber und Kinderlehmung erfolgreich nachgewiesen.

00:15:30: Wirkungsweise auf die Verbreitung von Infektionskrankheiten, neben dem individuellen Schutz beeinflussen Immunisierungen auch die Ausbreitung der Erregern innerhalb einer gesamten Bevölkerung.

00:15:42: Die epidemiologische Forschung nutzt mathematische Modelle um diese Effekte zu berechnen.

00:15:48: Eine hohe Durchimpfungsrate kann dazu führen, dass eine Herdenimmunität entsteht.

00:15:53: Dabei sind auch Menschen geschützt die selbst nicht geimpft werden können wie Säuglinge oder Personen mit Immunschwäche weil der Erreger kaum noch Würte findet und sich nicht weiter ausbreiten kann.

00:16:05: Um diesen Effekt bei hoch ansteckenden Krankheiten wie Masern zu erzielen müssen etwa Bei weniger ansteckenden Krankheiten wie Polio reichen auf Drahten zwischen Achtzig und Sechsund Achtzig Prozent aus.

00:16:20: Das Robotkoch-Institut bezeichnet diese Maßnahmen als eine der wirksamsten präventiven Strategien der Medizin.

00:16:27: Seit der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts haben umfassende Programme dazu beigetragen, die Kindersterblichkeit massiv zu senken und Krankheiten, wie die Pocken weltweit auszurotten.

00:16:38: Die US-Gesundheitsbehörde CDC zählt die Entwicklung und Verbreitung dieser Schutzmaßnahmen zu den zehn größten medizinischen Errungenschaften der Geschichte.

00:16:49: Trotz diese Erfolge sterben weltweit schätzungsweise immer noch eins Komma fünf Millionen Kinder pro Jahr an Infektion, die durch bestehende Mittel vermeidbar wären.

00:16:59: Dies unterstreicht die Bedeutung einer hohen globalen Verfügbarkeit und Akzeptanz dieser Vorsorge Maßnahmen.

00:17:07: Positive Nebenwirkungen Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Immunisierungen über den Schutz vor Infektionen hinaus positive Effekte auf die Gesundheit haben können.

00:17:20: Es gibt Hinweise, das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Demenz gesenkt werden kann.

00:17:26: So wurde beobachtet, dass die Grippeimpfung bei Herzpatienten die Sterblichkeit deutlich reduzieren konnte.

00:17:33: Möglicherweise verhindern diese Maßnahmen erzündliche Prozesse, die langfristig wichtige Organe schädigen könnten.

00:17:40: Pokken Die Pocken waren über Jahrhunderte eine gefürchtete Krankheit, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wurde und in etwa dreißig Prozent der Fälle zum Tode führte.

00:17:52: Betroffene litten unter hohem Fieber und den charakteristischen Bläschen, die oft tiefe Narben hinterließen.

00:17:59: Durch ein beispielloses globales Programm der WHO gelang es jedoch, die Krankheit zurückzudringen.

00:18:05: Der letzte natürliche Fall wurde neunzehnhundertsiebenund siebzig dokumentiert und neunzenhundertachtzig konnte die Welt offiziell für pockenfrei erklärt werden.

00:18:15: Da heute keine unmittelbare Gefahr mehr besteht wird die komplikationsreiche Pockenimpfung nicht mehr routinemäßig durchgeführt.

00:18:24: Kinderlehmung Polyomyelitis, weithin bekannt als Kinderlehmung ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit die in schweren Fällen zu dauerhaften Lehmungen führen kann.

00:18:37: Während viele Infektionen mild verlaufen befallen die Viren bei etwa null Komma eins Prozent der Betroffenen direkt die Nervenzellen im Rückenmark oder Gehirn.

00:18:47: In der Vergangenheit kam es immer wieder zu großen Epidemien wie etwa in den neunzehntundfünfziger Jahren in Deutschland als fünfzehnteusend Fälle mit Lehmungserscheinungen auftraten.

00:18:58: Viele Überlebende leiden nach Jahrzehnten später unter Spätfolgen, wie Muskelschmerzen und extrema Erschöpfung.

00:19:05: Österreich führte bereits nineteenhundertsechzig großangelegte Kampagnen durch – und kurz darauf wurde auch in Deutschland die Schluckimpfung eingeführt.

00:19:15: Diese Maßnahmen führten zu einem drastischen Rückgang der Neuerkrankungen um neunundneunzig Prozent.

00:19:20: Die früher genutzte Schluckimpfung enthielt abgeschwächte Viren, die in extrem seltenen Fällen zu Lähmungen führen konnten.

00:19:28: Da die Krankheit in Europa mittlerweile als ausgerottet gilt wurde dieses Risiko nicht mehr akzeptiert und man wechselt in nineteenhundertachtundneunzig zu einem Todimmstoff der injiziert wird.

00:19:39: Die WHO verfolgt das Ziel der weltweiten Ausrottung der Kinderlähmung und hat bereits in weiten Teilen Amerikas des Pazifiks und Europas Erfolg gehabt.

00:19:50: Heute gelten nur noch wenige Länder in Asien und Afrika als Gebiete, in denen das Virus natürlicherweise vorkommt.

00:19:57: Dennoch bleibt die Wachsamkeit hoch, da es durch Reisen immer wieder zu Einschleppungen kommen kann wie ein Ausbruch in den Niederlanden Anfang der nineteenhundert neunziger Jahre.

00:20:07: Dort kam es an einer Gruppe, die den Schutz aus religiösen Gründen ablente zur Dutzenden Fällen von Lehmungen.

00:20:15: Solche Ereignisse verdeutlichen, dass nur eine durchgehend hohe Immunität in der Bevölkerung eine Rückkehr der Krankheit dauerhaft verhindern kann.

00:20:25: Masern Neben der Kinderlehmung strebt die Weltgesundheitsorganisation auch die weltweite Eliminierung der Masern an.

00:20:33: In Skandinavien, Amerika und Australien wurde dieses Ziel bereits weitgehend erreicht.

00:20:39: In Deutschland wird die Immunisierung seit 만들nden Jahren empfohlen, wobei heute etwa neunzig Prozent der Kinder bei Schulbeginn geschützt sind.

00:20:48: Trotz dieser hohen Raten kommt es immer wieder zu regional begrenzten Ausbrüchen, die meist ungeinfte Personen betreffen.

00:20:56: In der Schweiz gab's zwischen deiner Hundehundneinzig und zweitausend elf mehrere größere Wellen mit über viertausend gemeldeten Fällen.

00:21:04: Weltweit ist die Zahl der Erkrankungen seit stundhundertachzig durch verbesserte Programme von vier Millionen auf etwa einhundertvierzig tausend im Jahr zwei Tausendzehn gesunken.

00:21:15: Dies zeigt den Erfolg globaler Anstrengungen, erfordert aber weiterhin eine sehr hohe Akzeptanz in der Bevölkerung um Ausbrüche ganz zu verhindern.

00:21:27: Weitere laufende Impfprogramme Gegen Krankheiten wie Difterie, Tethanus und Keuchhusten bestehen sehr erfolgreiche Programme auch wenn eine vollständige Ausrottung dieser Erreger nicht möglich ist.

00:21:40: Seit dem Jahr zweitausend wurde in Deutschland kein Fall von Difterien mehr gemeldet was vor allem an der hohen Immunität bei Kindern liegt.

00:21:48: Bei erwachsenen hingegen bestehen oft Lücken da notwendige Auffrischungen alle zehn Jahre vergessen werden.

00:21:55: Ein interessantes Beispiel für unterschiedliche Strategien war die Bekämpfung von Keuch-Husten in der Zeit der deutschen Teilung.

00:22:02: In der DDR war die Schutzmaßnahme seit nineteenhundertsechzig fest etabliert, wodurch die Krankheit weitgehend verschwand.

00:22:11: Im Bundesrepublik hingegen sank die Rate der geschützte Zeitweise auf unter zehn Prozent, da man Bedenken wegen möglicher Nebenwirkungen hatte.

00:22:20: Nach der Wiedervereinigung stieg die Zahl der Erkrankungen in den neuen Bundesländern zunächst wieder an als die Quotensanken.

00:22:27: Heute liegt die Immunität bei Kindern wieder bei über achtzig Prozent.

00:22:31: Keuch Husten ist vor allem für Säuglinge gefährlich, während er für Erwachsene eine langwierige Belastung darstellt.

00:22:39: Ein konsequenter Schutz würde auch dazu beitragen, den Einsatz von Antibiotika zu verringern und die Bildung von Resistenzen zu vermeiden.

00:22:48: Auch gegen Präumokocken zeigt die Immunisierung Wirkung, indem sie die Zahl der Krankenhausaufenthalte wegen Lungenentzündungen bei Kleinkindern deutlich gesenkt hat.

00:22:59: Neue Impfungen und Entwicklungen Die medizinische Forschung arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung neuer Schutzmöglichkeiten gegen Krankheiten für die es bisher noch keine Vorsorge gibt.

00:23:11: Dazu gehören Infektionen wie HIV, Hepatitis C, Malaria oder Tuberkulose.

00:23:18: In den letzten Jahren konnten wichtige Malensteine erreicht werden, etwa die Zulassung von Mitteln gegen roter Viren, die bei Kindern schwere Durchfälle verursachen.

00:23:28: Ein bedeutender Fortschritt ist die Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen Papillomavieren, die Gebärmutter-Halskrebs auslösen können.

00:23:37: Damit dient diese Maßnahme erstmals direkt der Vorbeugung bestimmter Krebsarten.

00:23:43: Auch bei bestehenden Preparaten findet eine ständige Weiterentwicklung statt, um deren Reinheit und Wirksamkeit zu erhöhen.

00:23:50: Moderne Verfahren nutzen oft die Gentechnik, um gezielt nur jene Teile eines Erregers herzustellen, die eine Immunantwort auslösen.

00:24:00: Dies entlastet den Körper, da er weniger fremden Stoffen ausgesetzt wird.

00:24:05: Zudem werden neue Wege der Verabreichung erforscht, wie etwa Nasens Brace gegen Influencer die den natürlichen Infektionsweg imitieren sollen.

00:24:14: Auch in der Therapie von bereits bestehendem Krebs – wie etwa Prostata-Krebs – werden erste immunologische Ansätze genutzt.

00:24:22: In frühen Phasen der klinischen Entwicklung befinden sich zudem Projekte gegen Erreger von Magengeschwüren oder Herpesviren.

00:24:29: Die Kombination aus moderner Biotechnologie und tieferen Verständnis der menschlichen Abwehr lässt für die Zukunft viele weitere Durchbrüche in der Prävention erwarten.

00:24:44: Das Phänomen der sogenannten Impfmüdigkeit beschreibt die Tendenz, empfohlene Schutzmaßnahmen zu vernachlässigen oder bewusst abzulehnen.

00:24:53: Dies wird dazu das bestimmte Infektionskrankheiten wieder häufiger auftreten.

00:24:58: Wenn die Rater der immunisierten Personen unter eine kritische Schwelle sinkt, gefährdet dies vor allem Risikogruppen wie Säuglinge oder Menschen mit Immunschwäche, die auf den Schutz durch die Gemeinschaft angewiesen sind.

00:25:10: Eine paradoxe Ursache für dieses Verhalten liegt im Erfolg der Maßnahmen selbst begründet.

00:25:16: Da viele schwere Krankheiten durch konsequente Programme aus dem Alltag verschwunden sind haben sie ihren Schrecken verloren und die Notwendigkeit der Vorsorge wird nicht mehr so deutlich wahrgenommen.

00:25:27: Infolge dessen entstehen oft Lücken, besonders bei der Auffrischung gegen Tethanus oder Difterie im Erwachsenenalter.

00:25:34: In Deutschland sankt die Quote für Masern zeitweise auf siebzig Prozent – was deutlich unter dem Ziel der WHO von fünfundneunzig Prozent liegt.

00:25:44: Seit zwei tausendsehntien müssen Leitungen von Kindertagesstätten Eltern beim Gesundheitsamt melden wenn sie eine verpflichtende Beratung verweigern.

00:25:52: Die soll helfen, bestehende Lücken zu schließen ohne eine generelle Pflicht einzuführen.

00:25:58: Historisch gesehen gab es bereits im neunzehnten Jahrhundert Versuche durch Anreize wie Medaillen für Kinder oder Auszeichnungen für Ärzte die Bereitschaft zur Pockenvorsorge zu erhöhen.

00:26:09: Solche Maßnahmen zeigen dass die Sicherstellung einer breiten Immunität in der Bevölkerung seit jeher eine zentrale Aufgabe des öffentlichen Gesundheitswesens darstellt.

00:26:25: In Deutschland dient der Impfkalender der ständigen Impfkommission, kurz STIKO als zentrale Orientierungshilfe für notwendige Vorsorgemaßnahmen.

00:26:34: Die Empfehlungen sehen eine Reihe von Schutzmaßnahme vor die bereits im Säuglingsalter ab der neunten Lebenswoche beginnen und sich bis in das Erwachsenen Alter erstrecken.

00:26:44: Ärzte haben dabei die Pflicht umfassend über den Nutzen und mögliche Risiken aufzuklären da jeder Eingriff rechtlich eine Einwilligung erfordert.

00:26:54: Die Verantwortung der Eltern umfasst dabei sowohl den Schutz des eigenen Kindes vor schweren Krankheiten als auch einen Beitrag zum Wohl der Allgemeinheit.

00:27:03: Eine flächendeckende Immunität von etwa neunzig Prozent ist meist notwendig, um solchenartige Ausbrüche wirksam zu verhindern.

00:27:11: Obwohl in Deutschland keine allgemeine Pflicht besteht bilden die Empfehlungen der Experten die Grundlage für die staatliche Gesundheitsvorsorge.

00:27:20: Seit dem Jahr, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für alle von der STIKO empfohlenen Maßnahmen so dass für die Patienten keine finanziellen Hürden bestehen.

00:27:32: Falls es trotz hoher Sicherheitsstandards zu einem bleibenden Schaden durch eine öffentlich empfohlene Maßnahme kommen sollte besteht ein Anspruch auf Entschädigung durch Versorgungsämter.

00:27:43: Die wissenschaftliche Beurteilung der Risiken berücksichtigt dabei nicht nur den Schutz des Einzelnen, sondern auch die Vermeidung von Krankenhausaufenthalten und schweren Verläufen in der gesamten Bevölkerung.

00:27:54: In anderen Ländern wie der Schweiz oder Österreich erfolgt die Festlegung der nationalen Pläne durch ähnliche Fachgremien und Behörden.

00:28:04: Empfehlungen für Deutschland, Schweiz und Österreich.

00:28:08: Die aktuellen Empfehlungen für das Jahr, umfassen eine breite Palette an Schutzmaßnahmen gegen Bakterielle und virale Erreger.

00:28:18: Zu den Standard-Maßnahmen für Kinder ab dem zweiten Lebensmonat gehören der Schutz gegen Difterie, Tethanus, Keuchhusten, Kinderlehmung sowie Hemophilus, Influenzae, Typ B und Hepatitis B. Diese werden meist in Form von Kombinationspräparaten verabreicht.

00:28:37: Gegen Masern, Mums und Röteln erfolgt die Gabe meist ab dem elften Lebensmonat.

00:28:43: Für Erwachsene sind vor allem regelmäßige Auffrischungen gegen Tetanus- und Difterie alle zehn Jahre vorgesehen.

00:28:50: Personen von über sechzig Jahren wird zudem eine jährliche Grippeschutzmaßnahme sowie eine Vorsorge gegen Pneumokocken und Gürtelrose nahegelegt.

00:29:00: Für bestimmte Berufsgruppen oder bei reisen entferne Länder gibt es spezifische Empfehlungen, etwa gegen Gelbfieber, Tollwut, Typhus- oder die japanische Encephalitis.

00:29:11: Auch gegen FSME, die durch Zecken übertragen wird, sollten sich Personen in Risikogebieten schützen.

00:29:18: Neure Empfehnungen betreffen die Immunisierung gegen humane Papillomviren für Kinder ab neun Jahren um spätere Krebserkrankungen zu verhindern.

00:29:28: Gegen das Coronavirus, SARS-CoV-II wird ab dem Alter von achtzehn Jahren ein Basisschutz empfohlen wobei für ältere oder gefährdete Personen jährliche Auffrischungen vorgesehen sind.

00:29:40: In Regionen mit entsprechenden Vorkommen kann auch eine Vorsage gegen Minigokocken und roter Viren sinnvoll sein.

00:29:48: Die Pläne der deutschsprachigen Länder sind dabei weitgehend harmonisiert um einen einheitlich hohen Schutzstandard in Mitteleuropa zu gewährleisten.

00:29:58: Schwangerschaft und Stillzeit.

00:30:00: Während einer Schwangersschaft gelten besondere Regeln für medizinische Vorsorgemaßnahmen.

00:30:06: Lebend Impfstoffe sind in dieser Zeit sowie kurz davor kontraindiziert, also weitgehend zu unterlassen um jegliches Risiko für das ungeborene Kind auszuschließen.

00:30:17: Todimpfstoffe hingegen können ab dem zweiten Drittel der Schwangershaft sicher verabreicht werden.

00:30:23: In der Stillzeit gibt es generell keine Einschränkungen für notwendige Schutzmaßnahmen.

00:30:29: Autoimmunerkrankungen und immunsupressive Therapien.

00:30:34: Menschen, deren Immunsystem durch Krankheiten oder spezielle Therapien geschwächt ist gelten als besonders gefährdet für schwere Infektionsverläufe.

00:30:43: Für diese Gruppe sind Schutzmaßen mit Todimpfstoffen etwa gegen Grippe- oder Pneumokocken als sicher und wichtig eingestuft.

00:30:51: Die Gabe von Lebendimpfstoffen muss jedoch individuell ärztlich geprüft werden, da sie bei einer Immunschwäche zu Komplikation führen kann.

00:31:00: Ein vollständiger Schutz des engen persönlichen Umfelds bietet hier oft einen wichtigen zusätzlichen Schutzraum – Kombinationsimpfungen.

00:31:10: Kombinationspräparate vereinen Schutzkomponenten gegen verschiedene Krankheiten in einer einzigen Anwendung Die zwar einfach die Handhabung erheblich, da weniger Injektionen und Termine erforderlich sind – was besonders für Kinder deutlich angenehmer ist.

00:31:26: Bekannte Beispiele sind die Präparate gegen Masern, Mums-und Röteln, die oft um eine Komponente gegen Windpocken ergänzt werden.

00:31:35: Ein moderner Sechsfachimpfstoff schützt Säuglinge gleichzeitig gegen Kinderlehmung, Difterie, Tetanus, Keuchhussten, Hepatitis B und Hipp.

00:31:45: Die Sorge vor einer Überlastung des Immunsystems durch diese kombinierten Mittel ist aus wissenschaftlicher Sicht unbegründet, da der Körper täglich mit einer weitaus größeren Anzahl an Antigenen aus der Umwelt konfrontiert wird.

00:31:59: Vielmehr überwiegen die Vorteile einer hohen Durchimpfungsrate und die Kostenersparnis im Gesundheitssystem.

00:32:06: Auch bei unklarem Status können solche Mittel sicher eingesetzt werden um Lücken zu schließen.

00:32:12: Impfpflicht Wenn eine Vorsorgemaßnahme gesetzlich vorgeschrieben ist, spricht man von einer Impfpflicht.

00:32:19: In Deutschland gab es diese historisch gegen die Pocken und seit dem Jahr im Jahr hat eine entsprechende Regelung für Masern in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen.

00:32:31: Auch Personen, die in Krankenhäusern oder Arztpraxen arbeiten müssen diesen Schutz nachweisen.

00:32:37: Das Infektionsschutzgesetz ermöglicht es, dem Gesundheitsministerium zudem bei drohenden Epidemin mit schweren Verläufen Schutzmaßnahmen für bedrohte Bevölkerungsteile anzuordnen.

00:32:48: In der Tierhaltung sind solche Pflichten ebenfalls verbreitet – etwa die Vorsorge gegen Tollwut beim Reisen mit Hunden oder gegen bestimmte Seuchen bei Nutztieren wie Rindern und Schafen um die Bestände und den internationalen Handel zu sichern.

00:33:04: Geschichte Die Geschichte der Immunisierung begann mit dem Bemühen, die gefährlichen Pocken zu bezwingen an den früher etwa dreißig Prozent der Erkrankten starben.

00:33:15: Schon früh bemerkte man das Überlebende fortan Immun gegen die Krankheit waren.

00:33:20: In China entwickelte sich bereits vor Jahrhunderten die Methode, an Pockenerkranken Menschen infizierte Substanz als Pulver über die Nase zu verabreichen um eine milde Reaktion und damit Schutz zu erzeugen.

00:33:34: Diese Praxis, die im Jahr sixteenhundertfünfundneinzig erstmals schriftlich erwähnt wurde, verbreitete sich auch im Osmanischen Reich.

00:33:42: Von dort brachte Lady Mary Wortley Montagu das Wissen im Jahr siebzehnhundertachzehn nach England.

00:33:49: In Nordamerika kam es siebzenhunderteinundzwanzig während eines Ausbruchs in Boston zu heftigen Debatten über dieses Verfahren.

00:33:57: Der Prediger Cotton Mather hatte von einem versklavten Mann namens Onysismus erfahren, wie in Westafrika durch kleine Einschnitte in der Haut ein Schutz gegen Pocken erzeugt wurde.

00:34:09: Mather und den Arzt wendeten dies erfolgreich bei Freiwilligen an.

00:34:13: Der entscheidende Durchbruch gelang jedoch dem englischen Arzt Edward Jenner im Jahr siebzehntundneinzig.

00:34:21: Er beobachtete, dass Melkerinnen die Kontakt zu Kuhpocken hatten nicht an den gefährlichen Menschenpockern erkrankten.

00:34:28: Ihr infizierte daraufhin einen Jungen mit Kuh-Pockenlymphe und wies später dessen Immunität nach.

00:34:34: Da der Stoff von Kühen stammte nannte er das Verfahren Wachsination abgeleitet vom lateinischen Wort Vaka für Kuh.

00:34:43: In Deutschland war Georg Friedrich Ballhorn ein Pionier, der Janas-Erkenntnisse bereits in unheimlich übersetzte und verbreitete.

00:34:52: Ab im Jahrzehnt wurde die Vorsorge gegen Pocken in vielen europäischen Regionen zu Pflicht.

00:34:58: Die wissenschaftlichen Grundlagen wurden Ende des neunzehnten Jahrhunderts durch Forscher wie Louis Pasteur und Robert Koch gefestigt.

00:35:06: Pasteur formulierte die Keimtheorie, während Koch die bakteriellen Erreger von Milzbrand und Tuberkulose nachwies.

00:35:14: Dies ebnte den Weg für gezielte Entwicklungen gegen Krankheiten wie Tollwut, Defterie- und Wunschtagkrampf.

00:35:21: Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts starteten die ersten nationalen Programme, wobei es auch Rückschläge gab – wie das Lübecker Unglück von nineteen hundert dreißig.

00:35:31: Dies löste wichtige Entwicklungen im Medizinrecht aus.

00:35:34: In der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts folgten Entwicklungen gegen Kinderlehmung und Gelbfieber.

00:35:40: Seit nineteenhundertsechzig koordiniert die WHO weltweite Programme, die schließlich zur Ausrottung der Pocken führten und die Basis für die moderne globale Gesundheitsvorsorge bilden.

00:35:54: Impfungen für Tiere.

00:35:57: Auch im Bereich der Tiermedizin spielen Schutzmaßnahmen eine zentrale Rolle für die Gesundheit von Haus- und Nutztieren.

00:36:04: Tierärzte führen diese Maßnahmen durch und dokumentieren sie in einem Impfpass, ähnlich wie beim Menschen.

00:36:12: Die Injektionen erfolgen bei Tieren meist unter die Haut – vorzugsweise im Nacken oder an den Flanken.

00:36:18: In Deutschland erstellt eine spezielle Kommission Empfehlungen für die Kleintierpraxis.

00:36:23: Der wirtschaftliche Aspekt ist erheblich, da allein im Jahr of two thousand eleven etwa one hundred ninety million Euro für Tierimpfstoffe ausgegeben wurden.

00:36:33: Bei Nutztieren wie Rindern oder Schweinen dienen diese Maßnahmen nicht nur dem Schutz der Tiere, sondern verbessern auch die Mastleistungen und senken den Bedarf an Antibiotika.

00:36:44: Für den grenzüberschreitenden Reiseverkehr mit Hunden- oder Katzen ist die Vorsorge gegen Tollwut in Europa gesetzlich vorgeschrieben.

00:36:52: Staatliche Stellen können bei drohenden Seuchen zu dem Massenmaßnahmen anordnen um die Ausbreitung ganzer Tiersäuchenherde zu verhindern.

00:37:01: Während einige Maßnahmen verboten sind, um die Exportfähigkeit von Fleisch nicht zu gefährden gibt es für Krisenfälle spezielle Reserven an Wirkstoffen.

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