Amazonas
Shownotes
Wasserreichster Strom der Erde…
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Diese Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Amazonas
Dieser Inhalt wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)
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00:00:00: Amazonas.
00:00:02: Der Amazonas stellt einen gewaltigen Strom im nördlichen Teil Südamerika-Star, der durch seine schiere Größe und ökologische Bedeutung besticht.
00:00:13: Etwa dreihundert Kilometer südlich der Equatorlinie durchquert er das weite Amazonasbecken von Westen nach Osten.
00:00:20: Dieses Becken wird im Westen von den imposanten Bergketten der Anden eingerahmt und ist fast vollständig vom dichtem tropischen Regenwald bedeckt der heute als ein kritisches KIP-Element für das gesamte globale Klimasystem gilt.
00:00:36: Auf seinem langen Weg zum Atlantischen Ozean berührt er Fluss die südliche Grenze Kolumbiens und fließt durch die brasilianischen Bundesstaaten Amazonas & Parra.
00:00:47: Mit einer Wasserführung von etwa zweihundert sechstausend Kubikmetern pro Sekunde, gilt er als der wasserreichste Fluss der gesamten Erde.
00:00:56: Seine Wassermengen sind so enorm, dass er an der Mündung mehr Wasser führt als die sieben nächst kleineren Flüsse zusammengenommen.
00:01:04: Im Vergleich führte er etwa siebzig Mal so viel Wasser wie der Rhein.
00:01:09: Zum Vergleich liegen andere große Ströme – wie der Kongo bei vierzigtausend, der Yangtzee bei zweiunddreißig tausend oder den Orinoco bei etwa fünfund dreißigtausende Kubikmetern pro Sekunde weit hinter ihm zurück.
00:01:23: Seinen Namen führt der Strom offiziell erst ab dem Zusammenfluss von Maranjon und Uqayali in Peru, wobei er im Brasilien oberhalb von Manaus als Ereo Solimoes bekannt ist.
00:01:36: Trotz seiner gewaltigen Breite – von oft mehreren Kilometern bleibt die Wasserführung relativ ausgeglichen da die verschiedenen Nebenflüsse ihre Hochwasserphasen zu unterschiedlichen Zeiten in den Hauptstrom leiten.
00:01:49: Dennoch können die angrenzenden Waldgebiete bei Überschwemmungen auf einer Breite von bis zu sechzig Kilometern unter Wasser stehen, bevor der Fluss in zwei Hauptarmen das fast zweihundert Kilometer breite Mündungsdelter erreicht.
00:02:04: Länge Die wissenschaftliche Diskussion über die exakte Gesamtlänge des Amazoners und die damit verbundene Frage ob er als der längste Flüster Erde gelten kann wird bereits seit den neunzehntfünfziger Jahren sehr intensiv geführt.
00:02:19: Oft steht er dabei in einem direkten Vergleich mit dem Nihil, dessen Gesamtlänge an einem ähnlichen Bereich liegt.
00:02:26: Die Ergebnisse der Messungen hängen da bei maßgeblich vom gewählten Startpunkt und dem genauen Messweg ab.
00:02:33: In vielen etablierten Nachschlagewerken der neunzehntundersiebziger Jahre wurde eine Länge von rund sechstausendvierhundert Kilometern angegeben – was lange Zeit als wissenschaftlicher Standard galt!
00:02:44: Im Jahr seven veröffentlichten Forscher des brasilianischen Raumforschungsinstituts jedoch neue Daten, die auf der Auswertung hochauflösender Satellitenbilder basierten.
00:02:55: Diese Berechnungen ergaben eine deutlich höhere Länge von six-tausend neunhundertzweiundneinzig Kilometern.
00:03:02: Obwohl dieser Wert in Fachkreisen umstritten blieb, weckte er ein großes mediales Interesse und wird seither auch im bedeutenden Werken wie der Encyclopedia Britannica zitiert.
00:03:14: Es gab bereits früher Schätzungen, die bei Anwendung ähnliche Kriterien sogar die Schwelle von siebentausend Kilometern überschritten.
00:03:22: Das brasilianische Institut führte im Rahmen dieser Untersuchungen auch eine neue Vermissung des Nils durch und kam zu dem Ergebnis dass der Amazonas etwa einhundertvierzig Kilometer länger sei als sein afrikanisches Gegenstück.
00:03:37: Chinesische Wissenschaftler widersprachen diese Darstellungen einer Studie aus dem Jahr Zwei-Tausendneun, in der sie durch die Wahl eines anderen Quellflusses für den Niel eine Länge von Siebentausend Achtund Achtzig Kilometern und für den Amazonas lediglich Sechstausend Fünfhundertfünfundsiebzig Kilometer ermittelten.
00:03:55: Fachleute betrachten das Rennen um den Titel des längsten Flusses daher weiterhin als ein offenes Thema.
00:04:02: Bis in die neunzehnhundertreißiger Jahre wurde die Messstrecke meist über den wasserreicheren, aber kürzeren Quellfluss Maranjon definiert.
00:04:10: Heute wird der längste Strang jedoch über das Quellgebiet des Ukayali gemessen.
00:04:15: Kartografische Untersuchungen aus dem Jahr nineteenhundertneunundsechzig ergaben über diesen Weg eine Fließstreckey von sechstausend vierhundertvierzig Kilometern.
00:04:26: In den neunzehnundachziger Jahren wurde ein offizieller Mittelwert von etwa sechstausend siebenhundert achtundachtzig Kilometern verwendet, der die verschiedenen Fließwege im waldläufigen Mündungsgebiet berücksichtigte.
00:04:39: Die neueren Messungen von zwei tausend Sieben basieren auf einer entfernt liegenden Quelle in der peruanischen Region Arequipa, die bereits nineteenhundertsechsundneinzig identifiziert wurde.
00:04:51: Ein wesentlicher Punkt der hohen Längenangaben liegt in der Wahl des Abflussweges im Mündungsdelter.
00:04:57: Anstatt dem direkten Hauptweg zum Atlantik zu folgen, bezieht die brasilianische Mesmethode die Tidekanäle südlich der Insel Marajaro und die anschließenden Meeresbuchten mit ein.
00:05:08: Dieser Weg führt am Rio Pará und an der Mündung des Ducan Chins vorbei bis er schließlich im offenen Ozean endet.
00:05:16: Da diese komplexen Wasserwege als ein zusammenhängendes Gesamtsystem betrachtet werden, ergibt sich die deutlich größere Gesamtlänge des Flusssystems auch wenn der eigentliche Stromabschnitt, der den Namen Amazonas trägt erheblich kürzer ist.
00:05:30: Name Betrachtet man die Geschichte der Namensgebung dieses gewaltigen Stromes so zeigt sich eine Vielzahl an Bezeichnungen, die im Laufe der Jahrhunderte von verschiedenen Kulturen und Entdeckern verwendet wurden.
00:05:44: Ursprünglich verfügte der Fluss über keine einheitliche Benennung, da die indigen Anwohner an seinen Ufern jeweils eigene Begriffe für die Abschnitte nutzten in denen sie lebten.
00:05:54: Ein Überbleibsel dieser ursprünglichen Vielfalt findet sich in der portugiesischen Bezeichnung Sole Moes wieder, die noch heute für den brasilianischen Oberlauf bis zur Einmündung des Leonegro verwendet wird.
00:06:07: Als der spanische Entdecker, Vicente Jan Yespinson als erster Europäer die Mündung erkundete, nannte er den Strom Arreos Santa Maria de la Mar Dulce was übersetzt Süßwasser Meer bedeutet.
00:06:20: Diese Wahl rührte daher dass man weit draußen auf dem offenen Meer auf frisches Süßwasser stieß das die salzigen Fluten des Ozeans verdrängt hatte.
00:06:30: In späteren Aufzeichnungen ab dem Jahr Fünfzehnhundert zwei war der Fluss bei den Portugiesen als Rio Grande bekannt Eine Bezeichnung für einen großen Fluss, die damals auch für andere Gewässer in Brasilien verwendet wurde.
00:06:44: Die Spanier nutzten ab dem Jahr fifteenhundertdreizehn den Namen Rio Maranhón wobei der Herkunft dieses Begriffs nicht eindeutig geklärt ist.
00:06:53: Es wird vermutet, dass der Name entweder aus einer indigen Sprache stammt oder sich vom spanischen Wort Marania ableitet das so viel wie Gewür oder durcheinander bedeutet und auf die unübersichtlichen vielfach verzweigten Wasserläufe hindeuten könnte.
00:07:09: Dieser Name war lange Zeit in der spanischsprachigen Geografie vorherrschend und blieb im Namen des nördlichen Quellflusses sowie der peruanischen Provinz Marañón erhalten.
00:07:20: Auch im Namen des brasilianischen Bundesstaates Maranhau findet sich dieser Ursprung vermutlich wieder.
00:07:27: Ebenso könnte die Bezeichnung der großen Mündungsinsel Marajó auf dieselbe sprachliche Wurzel zurückführen.
00:07:35: Die Entstehung des heutigen Namens Amazonas ist eng mit der abenteuerlichen Reise das Francisco de Oriana verknüpft, Im Jahr fifteenhundertvierzig brach er von Ecuador aus auf und erreicht im Januar fifteenhundertzweiundvierzicht den Hauptstrom, denen er als Erster Europäer bis zur Mündung befuhr.
00:07:55: Gaspar de Calvacal – ein Dominikaner- und Chronisteexpedition hielt die Erlebnisse in einem Tagebuch fest.
00:08:03: Er berichtete von einer denkwürdigen Begegnung am Juni fifteenhunterzwierundviertzig mit sehr hell heutigen und groß gewachsenen Frauen.
00:08:11: Diese Frauen trugen ihr langes Haar geflochten und kunstvoll um den Kopf gewickelt, wurden als sehr kräftig und stämmig beschrieben.
00:08:18: Sie kämpften mit Bögen und Pfeilen so entschlossen und wild wie zehn Männer und traten an der Spitze der indigen Krieger wie Anführer auf.
00:08:27: Nach der Gefangennahme- und Befragung eines Einheimischen, der von den Lebensgewohnheiten dieser Frauen berichtete, entschied sich Oriana dazu, den Fluss Strom der Amazon zu nennen!
00:08:38: Diese Erzählung entsprach den damaligen Vorstellungen der Europäer, die in Amerika außergewöhnliche Wesen und mythologische Kreaturen vermuteten.
00:08:47: Die Geschichte verbreitete sich rasch unter Entdeckern und Seeleuten.
00:08:51: Der Chronist Gonzalo Fernandez de Oviedo überlieferte sie bereits wenige Jahre später wobei er betonte dass der Name eher im übertragenen Sinne zu verstehen sei.
00:09:02: Später trugen auch Persönlichkeiten wie Walter Rayleigh und Richard Hayclott zur Bekanntheit dieser Legende bei.
00:09:09: Eine andere wissenschaftliche Hypothese vermutet den Ursprung des Namens im indigenen Wort Amazona.
00:09:16: Dieses Wort bedeutet Schiffezerstörer, wurde von einigen Völkern verwendet um die gefährlichen Gezeitenwellen im Unterlauf des Flusses zu beschreiben.
00:09:25: Im deutschen Sprachraum festigte sich die Bezeichnung Amazonas endgültig im neunzehnten Jahrhundert.
00:09:31: Zuvor waren über lange Zeit die Begriffe Amazonenfluss oder Amazonensstrom geläufig.
00:09:38: Heute ist der Name fest in der regionalen Geografie verankert und gab dem gesamten Amazonasbecken sowie mehreren Verwaltungseinheiten in Brasilien, Kolumbien, Venezuela und Peru ihren Namen.
00:09:50: Auch der Begriff Amazonian, der den riesigen tropischen Regenwald Südamerikas beschreibt leitet sich direkt von diesem mächtigen Strom ab.
00:09:59: Die Faszination für den Ursprung dieses Namens hält bis heute an, da er sowohl mythologischer als auch geografische Aspekte in sich vereint und die wechselvolle Geschichte der Erforschung widerspiegelt.
00:10:11: Verlauf Von dem hohen Andenketten Perus aus fließt der Strom über tausende Kilometer nach Osten durch das tropische Tiefland Brasiliens bisher schließlich im gewaltigen Mündungsgebiet den Atlantischen Ozean erreicht.
00:10:28: Die beiden bedeutenden Quellflüsse, die den Grundstein für den Amazonas legen haben ihren Ursprung in den Peruanischen Anden.
00:10:36: Der nördliche Arm wird als Maranjon bezeichnet und hat eine Länge von etwa ein- tausend sechshundert Kilometern.
00:10:42: Aufgrund seiner enormem Wassermenge gilt er aus hydrologischer Sicht als der Hauptquellfluss.
00:10:48: Sein Ursprungen wurde im Jahr nineteenhundertneun durch Wilhelm Sievers in drei Flachen sehen oberhalb des Lagolari Cocha festgelegt.
00:10:56: Gelegentlich wurde in der Geschichte auch der Rio Huayaga als Quellfluss genannt, da er für die Schifffahrt eine größere Bedeutung besitzt als der Madanon selbst.
00:11:07: Der südliche Quell fluss trägt den Namen Ukayali und ist mit einer Länge von etwa zwei tausend sechshundertsiech Kilometern deutlich länger als der nördliche Arm.
00:11:16: Seit den späten neunzehnundertsechziger Jahren rückte sein Quellgebiet verstärkt in den Fokus der Forschung.
00:11:23: Ab dem Jahr nineteenhundertseinundsiebzig wurde die mündungsfernste Quelle in der Cadua Santa Schlucht am Nordhang des Gletschermassives Nevado Mismi vermutet.
00:11:33: Dieser Ort liegt in der Region zwischen Cusco und Aliquipa, weit im Süden Perus.
00:11:38: Der dort entspringende Bach fließt in den Rio Apulimac, der in den neunzehnhundertsiebsiger Jahren offiziell als Quellfluss anerkannt wurde.
00:11:47: Diese Annahme wurde später durch Daten der NASA und Messungen der National Geographic Society bestätigt.
00:11:54: Im Jahr zwei tausend sieben untersuchte eine Forschungsexpedition aus brasilianischen und peruanischem Experten, die Apachata-Schlucht am benachbarten Berg Nevado Kewisa.
00:12:06: dabei stellte sich heraus dass er dort entspringende Bach das ganze Jahr über Wasser führt und etwa zehn Kilometer länger ist als die bisherige Quelle in der Cadouassanta-Schlucht.
00:12:18: Seit September, wird dieser Ort offiziell als die am weitesten entfernte Quelle des Amazoners anerkannt und ist durch eine Markierungstafel der geografischen Gesellschaft von Lima gekennzeichnet.
00:12:31: Die Kleinkwellbäche vereint sich zum Yoccheta, der nach einer kurzen Fließstrecke in den Rio Oraníos mündet und schließlich in den Apurimac übergeht.
00:12:41: Dieser setzt sich als Reoene und später als Reotambo fort bevor er an dem Unterlauf des Ucayali fließt.
00:12:49: Oberhalb der Stadt Egitos trifft der Uqayali schließlich auf den Maranjon, wodurch der eigentliche Amazonas entsteht, der auf brasilianischem Gebiet zunächst als Rios Solimoes bekannt ist.
00:13:01: Eine weitere Studie aus dem Jahr twenty-fourzehn warf die Frage nach der Quelle erneut auf, indem sie den Rio Mantaro als noch weiter entfernte Wasserquelle identifizierte.
00:13:13: Dieser Fluss entspringt in der Nähe des Lago Honin und liegt nach diesen Berechnungen etwa seventy-fünf bis zweiundneunzig Kilometer weiter von der Mündung entfernt als die Quelle am Nevado Mismi.
00:13:24: Allerdings führt er Mandaro im Gegensatz zum Apurimac kein kontinuierliches Wasser über das gesamte Jahr hinweg, weshalb die wissenschaftliche Einordnung dieses Fundes in der Fachwelt weiterhin diskutiert wird.
00:13:37: Amazonas & Solimoes.
00:13:41: Inmitten des peruanischen Amazonas Tieflandes liegt die erste große Stadt am Fluss, die den Namen Iquitos trägt.
00:13:48: Sobald der Strom die Grenze zwischen Peru und Brasilien überquert hat wird er bis zur Einmündung das Rio Negro bei der Stadt Manaus als Rios Solimoés bezeichnet.
00:13:58: Manaus selbst war in der Zeit zwischen eighteenhundertsiebzig-und neunzehnhundertzehn ein weltweites Zentrum der Cautchuk Gewinnung was sich noch heute im historischen Stadtbild widerspiegelt.
00:14:09: Hinter Manaus fließen dem Strom mit dem Rio Negro und dem Rio Madera die beiden größten Nebenflüsse der Welt zu.
00:14:17: Hier erreichte Amazonas eine Breite von vier bis zehn Kilometern, und wird von einem weiten Saum aus Schwemmland begleitet.
00:14:25: Diese Flächen können oft nur auf den erhöhten Uferwellen besiedelt werden.
00:14:29: Das restliche Tiefland besteht aus festem Hügeland der sogenannten Terra firme.
00:14:35: Bei der Stadt Obidos rückt dieses feste Land so nah an den Strom heran, dass eine markante Engstelle von nur knapp ein- tausend siebenhundert Metern Breite entsteht.
00:14:45: Während sedimentreiche Flüsse aus den Anden ihre Betten durch Ablagerung stabilisiert haben wurden Sedimentarme neben Flüsso oft angestaut und bilden heute große seartige Aufweitungen an ihren Mündungen.
00:15:01: An seinem Ende bildet der Amazonas ein gewaltiges Delta aus, das durch die weiten Estuare der Hauptarme geprägt ist.
00:15:08: Die beiden größten Abflusswege sind der Kanal Nordde, durch den etwa vierzig Prozent der Wassermassen fließen und der Kanal Sul, der rund sechsundfünfzig Prozent des Wassers führt.
00:15:20: Die gewaltigen Sedimentablagerungen dieses Systems erstrecken sich weit in den Ozean hinein und ziehen sich im Kontinentalhang in die Tiefe.
00:15:29: Südlich dieser Hauptarme liegt ein weitverzweigtes Buchtensystem, zudem auch der Riopara gehört.
00:15:35: Hier münden der Rio Tocantins und weitere Flüsse in den Atlantik.
00:15:40: Früher floss auch ein südlicher Mündungsarm des Amazonas direkt in dieses System doch heute ist dieser Weg durch abgelagertes Sediment weitgehend versperrt.
00:15:50: Es gibt jedoch weiterhin natürliche Kanäle die durch die Gezeiten offen gehalten werden und einen kleinen Teil des Amazoners Wassers in den Rioparra leiten.
00:15:59: Durch diese Wasserwege wird die große Insel Madachow vom Festland getrennt.
00:16:05: Wasserführung und Sedimentfracht.
00:16:08: Jedes Jahr transportiert der Amazonas im Durchschnitt unglaubliche zweihundert sechstausend Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den Atlantik, was etwa siebzehn Prozent des weltweiten Süßwasserzuflusses in die Ozeane ausmacht.
00:16:22: Die Kraft der Gezeiten aus dem Meer macht sich dabei noch in einer Entfernung von rund achthundert Kilometern bemerkbar und reicht bis zur Stadt Obidoss hinauf.
00:16:31: An dieser Stelle ist der Fluss fast neunzig Meter tief, und verengt sich auf eine Breite von etwa zwei Kilometer.
00:16:38: Zusammen mit dem Wasser werden enorme Mengen an Sedimenten befördert.
00:16:42: Jährlich passieren etwa eins Komma zwei Milliarden Tonnen Gesteinsmaterial und Schwebstoffe die Stadt Obidas.
00:16:49: Während drei Viertel dieser Fracht den offenen Ozean erreichen, lagert sich der Rest auf den letzten achthundert Kilometern des Flusslaufs ab.
00:16:59: Bifokationen und Gewässer wechselnder Fließrichtung.
00:17:03: Das westliche Tiefland ist Teil einer Senke die direkt östlich der Anden liegt und durch extrem geringe Höhenunterschiede geprägt ist.
00:17:11: Und da das Gelände so flach ist, kommt es an den Rändern des Einzuggebiet zu seltenen Flussbifokationen bei den Wasser in zwei verschiedene Flusssysteme abfließt.
00:17:22: Im Norden besteht eine solche Verbindung über dem Brasso Casiquiade zum Orinoco während im Süden eine Verbindung zum Einzugsgebiet des Rio Paraguay existiert.
00:17:33: Aufgrund des minimalen Gefälles von nur dreißig Metern auf den letzten achthundert Kilometern sind viele Unterläufe der Nebenflüsse durch natürliche Kanäle miteinander vernetzt.
00:17:43: Je nach dem aktuellen Wasserstand der beteiligten Flüsse kann sich die Fließrichtung in diesen Kanälen sogar umkehren.
00:17:50: Ein bekanntes Beispiel hierfür sind die Gezeitenkanäle bei der Stadt Breves, die die Insel Marajaro vom Kontinent trennt.
00:17:57: Diese Wege sind tief genug für große Ozean-Schiffe und bilden eine wichtige Verkehrsroute zum Hafen von Belem.
00:18:05: Marina Einflüsse Unterhalb der Engstelle bei Obidos macht sich der Einfluss von Ebbe und Flut deutlich bemerkbar, obwohl es in den großen Stromrennen kaum zu einer Vermischung mit Salzwasser kommt.
00:18:18: Die gewaltigen Süßwassermassen des Flusses sind so stark dass sie die salzige Meeresoberfläche bis zu einhundert Kilometer weit in den Ozeane hinaus drängen.
00:18:27: Ein besonderes Naturschauspiel ist die Podoroka, eine bis zu vier Meter hohe Gezeitenwelle, die bei einsetzender Flut vom Atlantik aus den Fluss hinaufrollt.
00:18:37: Ihr Name stammt aus der Sprache der Tupi und bedeutet übersetzt großer zerstörerischer Lärm.
00:18:44: Dieses Phänomen tritt vor allem bei Springfluten um die Zeit des Neumons oder Vollmoons auf wenn der Wasserstand des Flusses besonders niedrig ist Während die Anwohner, die enorme Zerstörungskraft der Welle fürchten, die noch kilometerweit im Landesinneren zu spüren ist, lockt sie Surfer aus der ganzen Welt an, die auf der langen Welle flussaufwärts reiten wollen.
00:19:06: Gewässerfarben Die markante hellbraune Farbe des Amazoners wird durch die riesigen Mengen an Sedimenten verursacht, die vor allem als den Quellflüssen in den Anden stammen.
00:19:17: Der Madeira, der Ucayali und der Maranjon tragen den Großteil dieser Schwebstoffe bei und werden deshalb als Weißwasserflüsse bezeichnet.
00:19:26: Im Gegensatz dazu gibt es Nebenflüssem wie den Rio Tabachos oder den Rio Shingu die aus kristallin Gebieten kommen.
00:19:34: Sie führen kaum Sedimente mit sich und werden als Klarwasservlüsse charakterisiert.
00:19:39: Eine dritte Gruppe bildet die Schwarzwasser Flüsse zu denen der Rio Negro gehört.
00:19:44: Ihr Wasser ist durch gelöste Huminsäuren dunkelbraun gefärbt, wirkt aber dennoch durchsichtig.
00:19:51: An den Stellen an denen diese unterschiedlich gefärbten Wassermassen aufeinandertreffen entstehen eindrucksvolle Farbkontraste die oft über viele Kilometer hinweg sichtbar bleiben bevor sich das Wasser vermischt.
00:20:04: Entstehung In der fernen geologischen Vergangenheit noch vor dem Auseinanderbrechen des Superkontinents Gondwana flosst der Vorläufer des Amazoners in die entgegengesetzte Richtung.
00:20:15: Dieser Ur-Amazoner smündete damals im Westen in den Pazifischen Ozean.
00:20:20: Einige Theorien vermuten sogar, dass seine Quellen vor über einhundertdreißig Millionen Jahren mitten im heutigen Afrika lagen was ihm eine hypothetische Gesamtlänge von etwa vierzehntausend Kilometern verliehen hätte.
00:20:34: Als Gondwana zerbrach und die südamerikanische Platte nach Westen driftete änderte sich die gesamte Geografie des Kontinents.
00:20:41: Durch das Aufschieben der Südamerikanischen Platte auf die Pazifische Platte falteten sich im Westen die Anden auf.
00:20:48: Dieses neue Gebirge blockierte den Abfluss nach Westen, sodass sich die Fließrichtung des Stroms vor etwa zehn bis fünfzehn Millionen Jahren umkehrt.
00:20:58: Zunächst bildeten sich dem Inneren des Beckens riesige Binnensehen da eine Hebung im Zentrum den direkten Weg nach Osten noch versperrte.
00:21:06: Erst als die Seen vor rund fünf Millionen Jahren einen Durchbruch zum Atlantik fanden, konnte sich das heutige Flusssystem entwickeln.
00:21:14: Diese bewegte Entstehungsgeschichte erklärt auch eine geografische Besonderheit Die Flussniederung wird zur Mündung hin schmaler was für große Ströme ungewöhnlich ist.
00:21:24: Zudem finden sich weit im Landesinneren Tiere die ursprünglich aus dem Meer stammen wie Rochen, Delfine und sogar Heier.
00:21:32: Diese Meeresbewohner wurden vermutlich vom Pazifik abgeschnitten oder passten sich an das Süßwasser an, als der Fluss seinen Weg zum Atlantik fand.
00:21:42: Flora und Fauna Die biologische Vielfalt im Flusssystem des Amazonas ist nahezu unerschöpflich, wobei allein über ein- tausend fünfhundert verschiedene Fischarten wissenschaftlich dokumentiert sind.
00:21:56: Diese Vielfald zeigt sich auch in der regionalen Küche wo Speisefische wie der Tambaki, der Tukunaree oder der riesige Pilau-Ku eine zentrale Rolle spielen.
00:22:06: Neben dem bekannten Pilanias leben hier auch der urzeitlich wirkende Tamua Ta.
00:22:13: Zu den am stärksten bedrohten Arten gehören der Amazonas Manati und der charakteristisch rosafarbene Flussdelfin.
00:22:20: Ein faszinierendes Phänomen sind die grünen schwimmenden Inseln, Diese Inseln können eine Länge von über einhundert Metern erreichen und bilden mitten im Fluss ein eigenes wandendes Biotop.
00:22:36: Eine botanische Besonderheit stellen zudem die Teufelsgärten dar, bei denen es sich um natürliche Monokulturen bestimmter Rötigewechsel handelt.
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