Backgammon
Shownotes
Zeitloses Brettspiel, bei dem Taktik und Würfel entscheiden...
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Transkript anzeigen
00:00:00: Seit dem Hochmittelalter wurden in Europa verschiedene Spiele auf dem Backgammon-Brett gespielt.
00:00:08: Diese Spiele hatten Vorläufer, die schon im ersten Jahrtausend nach Christus im Römischen Reich und im Sassanidenreich bekannt waren.
00:00:18: Die Ursprünge dieser Vorläucher liegen im Dunkeln.
00:00:23: Ein Vorläufer des modernen Backgammen ist das römische Spiel Duo de Chim Skripta.
00:00:29: In Pompeii entdeckte man eine zweiteilige Wandmalerei.
00:00:34: Im ersten Bild sind zwei diskutierende Römer beim Spielen zu sehen, im zweiten Bild wirft der Herbergsbesitzer die beiden Spieler gewaltsam aus seinem Haus.
00:00:44: Es ist denkbar dass auf diesem Fresco Duo de Gym Skripta gespielt wird.
00:00:51: Von Duo de gym Skripta sind keine Spielregeln überliefert.
00:00:55: Die erhaltenen Spielbretter bestehen meist aus Stein, weil hölzerne Varianten kaum überdauert haben.
00:01:03: Anders als beim heutigen Beckgämmen gab es kein Brett mit vier Bereichen und jeweils sechs Feldern.
00:01:10: Stattdessen bestand es aus sechs mal sechs Feldern – also drei Zwölfereien.
00:01:15: Ungefähr im vierten Jahrhundert entstand eine Variante bei der eine dieser Zwölferreihen weggelassen wurde.
00:01:22: Man nannte sie oft Alléa Tabula oder Tabulai.
00:01:29: Im spätantigen Sassanidenreich spielte man Schach und Naht, einen Vorläufer des heutigen Beckgem am Königshof.
00:01:38: Mittelalter.
00:01:40: Im frühen Mittelalter geriet das Spiel in Westeuropa in Vergessenheit.
00:01:46: Zur Zeit der Kreuzzüge wurde es wieder entdeckt.
00:01:50: Im Buch der Spiele von König Alphons, dem Zehnten von Kastilien sind mehrere Vorläufer des Beckgemmen ausführlich beschrieben.
00:02:00: Anfangs war es ein beliebter Zeitvertreib des Adels – allmählich setzte es sich auch in der Bevölkerung durch.
00:02:10: Teile eines Trick-Trag-Brettes aus dem zwölften Jahrhundert wurden ins Sardinie in Frankreich gefunden.
00:02:17: Die Spielfelder und Randstücke aus Knochen waren als kunstvolle Einlegearbeiten in ein Holzbrett eingelassen.
00:02:26: In Freiburg im Breisgau kamen der Latrine des Augustiner Eremitenkloster, ein vollständig erhaltenes Spielbrett mit Spielsteinen zum Vorschein.
00:02:38: Dieses Klappbrett stammt aus dem XIII oder XIV Jahrhundert.
00:02:43: Rahmen- und Brett bestehen aus Hartholz.
00:02:47: Die Spielfelder sind Einlegearbeiten aus dunklem Edelholz.
00:02:52: Beckgammon selbst stammt aus England und war ursprünglich eine Variante des Irish Spiels.
00:03:00: Die Regeln sahen damals noch keinen Würfel zum Verdoppeln vor, auch die Voraussetzungen für ein einfaches doppeltes oder dreifaches Spiel waren anders als heute.
00:03:12: Beckgammen verdrängte das Irish Spiel bald!
00:03:17: Nirgendwo in der westlichen Welt wurde es zu jener Zeit so früh und so intensiv gespielt wie in England.
00:03:25: Einer mündlichen Überlieferung zur Folge erließ König Richard Löwenherz wegen der Spielfreude seiner Soldaten eine Verordnung.
00:03:34: Darin hieß es, dass niemand von geringerem Stand als ein Ritter um Geld würfeln durfte.
00:03:40: Im Mittelalter trug das Spiel im Deutschen den Namen Wurfzabel und unterschied sich nur geringfügig von der heutigen Variante.
00:03:50: Neuzeit!
00:03:52: Beckgammon erlebte während des dreißigjährigen Krieges, und in der folgenden Zeit in ganz Europa eine Phase großer Beliebtheit.
00:04:01: Im Englischen nannte man das Spiel bis ins siebzehnte Jahrhundert – In Anlehnung an die lateinische Bezeichnung schlicht Tables.
00:04:11: Der englische Spielexperte Edmund Hoyle veröffentlichte seventeenhundertdreiundvierzig eine Broschüre und beschrieb darin die Regeln, die er damit auch festlegte.
00:04:27: Der moderne Beckgammon erlebte seinen ersten großen Aufschwung als Prinz Alexis Obolenski im Jahr nineteenhundertvierundsechzig auf den Bahamas das erste große internationale Beckgammenturnier veranstaltete.
00:04:44: Dieses Turnier fand danach jedes Jahr statt.
00:04:47: Viele bedeutende Spieler dieser Zeit, darunter John R Crawford Oswald Jacoby und Walter Cook trugen sich in die Siegerlisten ein.
00:04:58: Früher war Beckgem oft das Spiel der Adeligen und der oberen Gesellschaftsschichten.
00:05:05: Persönlichkeiten wie Christina Onassis, Hugh Hefner, Jimmy Connors und Gunther Sacks machten es später in der Öffentlichkeit noch bekannter.
00:05:15: Zeitungen und Magazine halfen ebenfalls dabei, Beckgemmen populärer zu machen.
00:05:22: Die intensive Beschäftigung mit dem Spiel förderte die Entwicklung einer Theorie.
00:05:28: Erste analytische Bücher wurden veröffentlicht.
00:05:33: Die erste Beckgammen-Weltmeisterschaft wurde nineteenhundertsechzig in Las Vegas ausgetragen, Tim Holland gewann als erster den Titel.
00:05:43: Von neunzehnhundertfünfundsiebzig bis neunzenhundertachtundsiebtzig fanden die Weltmeisterschaften auf dem Bahamas statt.
00:05:52: Seit neunzenthundertneun und siebzig werden Sie in Monte Carlo durchgeführt!
00:05:58: Der Boom der nineteenhundertsechziger Jahre hielt bis in die neunzehnhundertachzige Jahre an.
00:06:05: Heute wächst die Beliebtheit von Backgämmen wieder, besonders das Computer-Backgammen und dass Spielen über das Internet tragen dazu bei.
00:06:16: Aufbau des Spiels.
00:06:18: Das Spielbrett besteht aus vierundzwanzig Dreiecken, die Points genannt werden.
00:06:23: Zwölf dieser Points liegen auf jeder Seite.
00:06:26: Zwischen dem sechsten und siebten Point teilt eine Bar das Brett in Heimfeld und Außenfeld.
00:06:33: Ein Spieler bewegt seine Steine im Uhrzeigersinn, der andere im Gegen-Urzeigersin.
00:06:40: Der erste Point eines Spielers ist gleichzeitig der Letzte des Gegners.
00:06:46: Jeder Spieler zieht seine Steiner aus dem gegnerischen Heimfelt über die zwölf Points des Außenfelts in das eigene Heimheld und nimmt sie dann vom Brett.
00:06:57: Geschlagene Steine kommen auf die Bar und werden von dort wieder in das gegnerische Heimfeld gebracht.
00:07:05: Es ist nicht festgelegt, ob Weiß im Uhrzeigersinn zieht oder wie das Heimfelt aus Sicht von Weiß liegt.
00:07:12: Deshalb sind vier Startmöglichkeiten denkbar.
00:07:16: Falls darüber keine Einigung zustande kommt entscheidet ein Wurf mit den Würfeln – ebenso wird ausgewürfelt wer den ersten Zug macht!
00:07:26: Gespielt wird mit fünfzehn weißen und fünfzehnt schwarzen Stein, die auch in anderen Farben vorliegen können, solange man sie gut unterscheiden kann.
00:07:36: Ihre Aufstellung ist fest vorgeschrieben – auf dem ersten Punkt liegen zwei Steine, auf dem zwölften Punkt fünf Steine , auf dem siebzehnten Punkt drei Steine und auf dem neunzehnte Punkt fünfsteine.
00:07:53: Gewürfelt wird mit zwei sechseitigen Würfeln.
00:07:56: Bei Turnieren kommt zusätzlich ein Dopplerwürfel zum Einsatz, der zu Beginn in der Mitte der Bar liegt.
00:08:04: Spielbeginn und Spielablauf.
00:08:07: Beim ersten Wurf nimmt jeder Spieler nur einen Würfel.
00:08:10: Dieser Vorgang wird so oft wiederholt bis beide geworfenen Zahlen unterschiedlich sind.
00:08:17: Der Spieler mit der höheren Augenzahl beginnt den Zug.
00:08:20: Er darf seine Steine um seine eigene Augenzahl Und um die seines Gegners vorrücken.
00:08:26: Nach dem Eröffnungswurf ziehen die Spieler abwechselnd.
00:08:30: Der Spieler, der an der Reihe ist, würfelt dann immer mit zwei Würfeln.
00:08:37: In jedem Zug setzt der Spieler seine Steine entsprechend der geworfenen Augenzahlen.
00:08:42: Dabei werden die beiden Augenzalen nicht addiert sondern nacheinander ausgeführt.
00:08:48: Beide Augenzallen dürfen auch mit dem selben Stein genutzt werden.
00:08:53: Der Spieler kann selbst entscheiden welche Zahl er zuerst setzt.
00:08:58: Wenn möglich, muss er jedoch beide Zahlen verwenden.
00:09:03: Ist das nicht möglich, setzt er zumindest die höhere Zahl – kann keine der beiden Zahlen genutzt werden, setzt der Spieler in diesem Zug aus!
00:09:14: Die Steine dürfen nur auf Felder gezogen werden, die offen sind.
00:09:19: Offen bedeutet, dass sich dort höchstens ein gegnerischer Stein befindet.
00:09:24: Auf Felder mit mindestens zwei gegnerischen Steinen darf nicht gezogen werden.
00:09:30: Eigene Steine können dagegen unbegrenzt auf einem Feld zusammengeführt werden.
00:09:37: Der Spieler würfelt wie bei einem normalen Zug, ersetzt seine Steine entsprechend der gewürfelten Augenzahl von der Bar in das Heimfeld des Gegners.
00:09:46: Wenn er zum Beispiel eine drei und eine fünf gewürfelt hat muss er einen Stein auf das dritte oder fünfte Feld setzen.
00:09:55: Gezählt wird in der eigenen Spielrichtung.
00:09:58: Es ist nicht erlaubt, auf ein Feld zu ziehen, auf dem mehrere gegnerische Steine liegen.
00:10:04: Ein einzelner gegnerischer Stein – auf dem Zielfeld – wird jedoch geschlagen.
00:10:10: Kann kein Stein gesetzt werden, verfällt der gesamte Wurf und der Gegner isst am Zug.
00:10:16: Wurden mehrere Steine geschlagen, müssen sie zuerst wieder ins Spiel gebracht werden!
00:10:22: Erst danach darf der Besitzer dieser Steine andere Steine vom Brett ziehen, auswürfeln.
00:10:30: Sind alle fünfzehn Steine eines Spielers im Heimfeld oder schon ausgewürfelt, darf dieser Spieler in seinem Zug auswörfeln – ein Stein wird aus dem Heimfelt ausgespielt, indem er einen Schritt über das letzte Feld des eigenen Heimfelds hinausgezogen wird.
00:10:48: Kann mit einer gewürfelten Zahl kein Stein ausgespielt werden, so muss der Spieler mit diesem Wurf im eigenen Heimfeld ziehen.
00:10:56: Ist auch das unmöglich – weil nur noch Steine auf niedrigeren Feldern liegen wird ein Stein vom höchsten noch besetzten Feld ausgespielt!
00:11:07: Ein Beispiel Beim Auswürfeln würfelt einen Spieler zwei und vier.
00:11:12: Auf Feld zwei stehen noch Steinen doch auf Feld vier nicht.
00:11:17: befindet sich ein Stein auf Feld fünf oder sechs, muss der Spieler diesen mit der vier ziehen.
00:11:23: Sind die Felder fünf und sechs ebenfalls leer nimmt der Spieler stattdessen einen Stein vom nächsten kleineren Feld.
00:11:30: Gewinner ist wer als erster alle Steine ausgewürfelt hat.
00:11:36: Beim Auswürfeln kann Folgendes geschehen Sitz zum Beispiel auf Feld sechs Ein einzelner Stein Und der Spieler würfelt sechs und eins.
00:11:47: Er kann dann mit der Sechs diesen Stein herausholen und anschließend mit einem anderen Stein die Eins ziehen.
00:11:54: Er darf aber auch zuerst mit der eins von Feld sechs auf Feld fünf ziehen, und dann diesen Stein mit der sechs vom Feld fünf herausholen – weil Feld sechs nun frei ist!
00:12:07: Es ist jederzeit erlaubt Steine nur zu ziehen anstatt sie herauszunehmen.
00:12:12: Ein Beispiel?
00:12:13: Die Felder eins bis drei sind jeweils mit zwei Steinen belegt und der Gegner muss noch einen Stein einwürfeln.
00:12:21: Würfelt man Eins und Zwei ist es manchmal sinnvoller, zweimal vom Feld Drei zu ziehen.
00:12:27: statt Steine von den Feldern Eins und zwei herauszunehmen – so entsteht kein einzelner Stein, der geschlagen werden könnte!
00:12:36: Während des gesamten Spiels ist es nicht erlaubt die gewürfelten Zahlen aufzuteilen.
00:12:41: Man muss jede gewürfelte Zahl genau so ziehen, wie sie gefallen ist.
00:12:46: Würfelt ein Spieler zum Beispiel drei und fünf darf er nicht sechs Felder mit einem und zwei Feldern mit einem anderen Stein ziehen.
00:12:54: Er muss die Drei-und auch die Fünf verwenden.
00:12:57: Ist nur eine dieser Zahlen spielbar Muss er die höhere Zahl ziehen wenn das möglich ist.
00:13:03: Geht auch das nicht, muss er aussetzen.
00:13:07: Wenn ein Spieler einen Zug macht, der nicht den Regeln entspricht, kann die Gegenseite eine Korrektur verlangen.
00:13:15: Die Gegenseitem muss das aber nicht tun!
00:13:18: Gibt es zum Beispiel einen besseren und legalen Zug, kann sie auf die Korrektor verzichten.
00:13:24: Sobald jedoch die Gegensite des Spielers, der den illegalen Zug ausgeführt hat, gewürfelt hat, gilt der illegale Zug als akzeptiert – dann kann keine Korreaktur mehr gefordert
00:13:36: werden.".
00:13:38: Dopplawürfel.
00:13:41: Vor allem bei Backgammon-Wettkämpfen wird ein besonderer Würfel verwendet, mit dem jedoch nicht gewürfelt wird.
00:13:48: Dieser Dopplerwürfel trägt die Zahlen zwei, vier, acht, sechzehn, zweiunddreißig und vierundsechzig.
00:13:58: Zu Beginn einer Partie liegt die Zahl vierundsächzig oben was anfangs keine Bedeutung hat.
00:14:04: Wenn ein Spieler im Verlauf glaubt, gute Gewinnschancen zu haben kann er dem Gegner den Doppler-Würfel anbieten.
00:14:11: Lehnt der Gegner ab verliert er das Spiel.
00:14:15: Nimmt er das Angebot an liegt beim ersten Mal die Zahl zwei oben was auf die Verdoppelung des Spielwärts hinweist.
00:14:23: Kommt später der Moment in dem der Gegler den Würfel an bietet wird er so gedreht dass die nächsthöhere Zweierpotenz oben liegt.
00:14:34: Verdoppeln darf immer der Spieler, der den Doppler-Würfel besitzt und zwar bevor die beiden normalen sechs Erwürfel geworfen werden.
00:14:43: Erst wenn der Gegner zustimmt erfolgt der Wurf wurde noch nicht verdoppelt können beide Seiten ein Doppel anbieten?
00:14:51: lehnt jemand das Doppell ab oder ist das Spiel durch Abtragen aller Steine beendet?
00:14:56: zählt der bis dahin angezeigte Wert eine abgelehnte Verdopplung wird nicht gerechnet.
00:15:03: kommt es zu einem Gammen oder sogar Backgammen, wird das Ergebnis mit zwei beziehungsweise drei multipliziert.
00:15:10: Der Dopplerwürfel reicht zwar bis vierundsechzig – doch sind weitere Verdopplungen nach den Regeln möglich.
00:15:17: In der Praxis kommen sie jedoch selten vor.
00:15:21: Selbst Verdopplungen bis sechzehn sind eher ungewöhnlich.
00:15:25: Bei Matches die bis zu einer bestimmten Punktzahl gehen ist weiteres Verdoppeln ab einem bestimmten Wert oft sinnlos!
00:15:33: Wer das aktuelle Spiel gewinnt, entscheidet dann ohnehin das ganze Match.
00:15:39: Der Dopplerwürfel beschleunigt vor allem Partien, deren Ergebnis beinahe feststeht.
00:15:45: Erfahrene Spieler erkennen schnell ob sie das Risiko einer Verdopplung eingehen können oder ob sie besser aufgeben sollten.
00:15:54: Der Punktestand in einem Match spielt dabei ebenfalls eine Rolle.
00:15:59: Wer zurückliegt wird eher aggressiv verdoppeln und annehmen, während der Führende vorsichtiger bleibt.
00:16:08: Eine Faustregel lautet – bei mehr als ca.
00:16:11: twenty-fünf Prozent Gewinnchance sollte man ein Verdopplungsangebot annehmen.
00:16:17: Liegt die Wahrscheinlichkeit darunter, ist es klüger aufzugeben!
00:16:23: Wer deutlich vorne liegt und gute Chancen hat, einen Gämmen oder sogar ein Beckgämmen zu erzielen, spart sich manchmal das Verdoppeln.
00:16:31: Würde man in dieser Situation verdoppeln Könnte der Gegner ablehnen, und der Gewinn bliebe gering.
00:16:39: So aber lässt sich ein höherer Spielwert erzielen – dieses erneute Verdoppeln wird auch als Kontra bezeichnet!
00:16:48: Die Crawford-Regel.
00:16:50: Die Crawfordregel kommt im Turnierspiel zum Einsatz.
00:16:53: Wenn ein Spieler einen Punkt vor dem Gewinn des Matches steht.
00:16:57: also wenn er so eben zehn Punkte in einem Match bis elf erreicht hat darf im folgenden Spiel nicht gedoppelt werden.
00:17:05: In den danach folgenden Spielen kann der Dopplerwürfel aber wieder benutzt werden.
00:17:10: Die Crawford-Regel ist bei Turnieren allgemein üblich.
00:17:15: Ohne diese Regel würde der Spieler, dessen Gegner nur noch ein Punkt zum Matchgewinn fehlt, automatisch verdoppeln!
00:17:23: Er hat nichts zu verlieren und könnte dabei doch einen Vorteil erlangen.
00:17:29: Würde man das Verdoppeln allerdings ganz verbieten Sobald ein Spieler nur noch einen Punkt vom Sieg entfernt ist, wäre das ungerecht für den Zurückliegenden.
00:17:40: Der führende Spieler hat seinen Vorsprung nämlich auch dank der Möglichkeit zum Verdoppeln erkämpft.
00:17:46: Es wäre unfair diesem Zurück liegenden genau jetzt die Option zu verdoppeln zu verwehren.
00:17:52: Die Crawford-Regel gilt deshalb als bewährter praktischer Kompromiss.
00:17:57: Sie stammt von John R. Crawford, der bei mehreren Weltmeisterschaften das Pech hatte nur zweiter zu werden – Weber.
00:18:07: Nach dieser Regel kann ein Spieler, dem eine Verdoppelung angeboten wurde den Würfel beim Annehmen sofort eine weitere Stufe höher drehen.
00:18:16: dadurch vervierfacht sich der Spielwert.
00:18:19: Im Turnierspiel ist diese Vorgehensweise normalerweise nicht üblich.
00:18:24: Der Spieler hat drei Möglichkeiten Er kann aufgeben und das Spiel wird mit dem bisherigen Spielwert gewertet.
00:18:32: Er kann annehmen, wobei sich der Spielwert verdoppelt oder er kann biebern und den Spielwert so vervierfachen.
00:18:41: Manchmal kommt zusätzlich noch die Raccoonregel zum Einsatz – dann kann der Gegner, der das Doppel angeboten hat, den Wert nach einem Biber ein weiteres Mal verdoppeln.
00:18:52: Auf diese Weise steigt der Spielwirt auf das Achtfache des vorherigen Werts.
00:18:58: Für diese Regel ist jedoch eine gesonderte Vereinbarung nötig.
00:19:02: Notation Die Spielzüge werden so notiert, dass für jeden Spieler die Zählung rückwärts erfolgt.
00:19:10: Das Feld vierundzwanzig eines Spielers entspricht dem Feld eins des anderen – das Feld dreiundzwantzig ist Feld zwei, das Feld zwanzig ist Feld drei und so weiter.
00:19:22: Ein Stein auf der Bar wird als barnotiert.
00:19:26: Herausgenommene Steine werden mit Off gekennzeichnet.
00:19:30: Das Schlagen eines gegnerischen Steines markiert man mit einem Stern.
00:19:35: Werden bei einem Pasch zwei oder mehr Steine zusammen bewegt, wird die Anzahl zusätzlich vermerkt.
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